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Großer Übungstag der Helfer vor Ort im DRK Tauberbischofsheim

Helfer-vor-Ort-Gruppen und das Sport-Service-Team stellten ihr Können unter Beweis.

Tauberbischofsheim. Großeinsatz bei den Mitgliedern der "Helfer vor Ort" (HvO- Gruppen) und dem "Sport-Service Team" (SST) des DRK Kreisverbandes. Schon am Vormittag des vergangenen Samstags begrüßte Ausbildungsleiter Artur Heilemann die Helferinnen und Helfer in den Räumen des DRK Kreisverbandes Tauberbischofsheim. Uwe Rennhofer, Ausbilder und Organisator der Übung, teilte die einzelnen Helferinnen und Helfer in Teams ein. Jede Gruppe musste fünf realistisch dargestellte Notfallsituationen, unter den kritischen Augen der Ausbilder, als Beobachter, bewältigen.

Im Vorfeld wurden die Unfalldarsteller auf ihre Aufgabe vorbereitet und Verletzungen unter der Leitung von Günter Beck realistisch geschminkt.

Bei der ersten Station musste im Büro des Hauses eine Patientin mit Herzinfarkt und schwerem Schock sachgerecht versorgt werden. Die Patientin bekam im weiteren Verlauf einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Jetzt mussten die Aktiven die Wiederbelebung einleiten. Hier wurde nicht nur die Beatmung und Herzdruckmassage von den Ausbildern und Beobachtern bewertet, sondern auch der richtige und frühzeitige Umgang mit dem Defibrillator.

Die zweite Station fand in einem Schlafzimmer des Gebäudes statt. Eine Bluthochdruckkrise mit Krampfanfall war zu bewältigen. Bei Eintreffen der Helfer saß die Patientin mit rotem Kopf und leichtem Nasenbluten am Boden. Sie gab an, starke Kopfschmerzen und Flimmern vor den Augen zu haben. Nach Ermitteln der Blutdruckwerte (die sehr hoch waren, 220/120), wurde die Patientin bewusstlos und bekam einen Krampfanfall.

Wegen der schlechten Wetterverhältnisse wurde die dritte Station in den Keller des Hauses verlegt. Hier wurde ein Go-Kart Unfall dargestellt. Das Go-Kart hatte sich überschlagen, der Fahrer lag regungslos in Bauchlage am Boden, er blutete aus Nase und Ohr und hatte eine offene Unterschenkel­fraktur. Wert wurde nicht nur auf die richtige Versorgung der Fraktur und Helmabnahme gelegt, sondern auch auf die richtige Stabilisierung des Kopf- und Nackenbereiches.

Station vier war in der Werkstatt vorbereitet. Bei Handwerkerarbeiten hatte sich ein Patient den linken Mittelfinger abgeschnitten sowie eine Risswunde am rechten Unterarm zugezogen. Die Risswunde blutete stark. Bei Eintreffen der Helfer saß der Verletzte am Boden und hatte einen Schock. Hier stand die richtige Versorgung des Patienten und des Amputates im Vordergrund.

Bei der letzten Station, die in der Fahrzeuggarage dargestellt wurde, war ein Arbeiter von einem Gerüst gestürzt. Er war anfangs ansprechbar und hatte Schmerzen in Hals und Nackenbereich. Er konnte die Beine nicht bewegen und hatte eingenässt. Die Schwierigkeit bestand darin, dass der schwere Patient im späteren Verlauf der Übung bewusstlos wurde, und sachgerecht unter Stabilisierung des Kopf-Hals-Bereiches in Seitenlage gelegt werden musste.

Neben der medizinisch einwandfreien Versorgung der Patienten, wurde auch die Kommunikation und das Zusammenspiel der Helfer im Team, sowie die psychische Betreuung der Patienten bewertet.

Bei der Abschlussbesprechung wurde von den Ausbildern die hervorragende Arbeit der einzelnen Gruppen gelobt, aber auch Stärken und Schwächen hervorgehoben.

Uwe Rennhofer, der diesen Übungstag vorbereitet hatte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die engagierte Mitarbeit. Auch die Teilnehmern lobten die gute Organisation und äußerten den Wunsch, diese Art der Übung öfter zu wiederholen.

Kreisausbildungsleiter Artur Heilemann bedankte sich zum Abschluss bei allen Mitwirkenden und überbrachte die Grüße der Geschäftsleitung Renate Streng und der Bereitschaftsleitung Gerhard Beck. Heilemann dankte dem Organisator Uwe Rennhofer, dem Schminktrupp, den Mimen für die realistische Unfalldarstellung (RUD), den Beobachtern und Ausbildern für die Bewertung der Notfallsituationen, und natürlich den Helferinnen und Helfern, denen er einen sehr guten Ausbildungsstand bescheinigte. Es betonte wie wichtig es sei, Notfallsituationen immer wieder im Team zu üben, um diese im Sanitätsdienst optimal zu bewältigen und versprach, diese Art der Übung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Abschließend lud er alle Beteiligten zum gemütlichen Beisammensein bei Gegrilltem, das von der DRK Kochgruppe Lauda (Michael Schmid und Manuela Eckhardt) vorbereitet wurde, ein.

Sanitätshelfer - Teams:

  • Team 1: Carmen Barbu, Ina Hauser, und Markus Imhof ( alle HvO Külsheim)
  • Team 2. Sabrina Kempf, Manuela Kempf , ( alle HvO Sachsenhausen)
  • Team 3: Michaela Beck, Martin Ries und Marco Lotz (HvO und SST Sachsenhausen)
  • Team 4.: Anja Ditter, Manuela Maag und Patricia Rennhofer ( alle SST TBB )
  • Team 5: Bärel Dürr, Renate Ehrlenbach und Alexander Blatz (alle HvO Werbachhausen)
  • Mimen: (Ramona Schmitt, Melanie, Katrin Pinter, Timo Herberich und Heiko Helstern)
  • Schminker: Schminktrupp Günter Beck, Angelika Baran-Krug und Claudia Pohl. Gute geschminkte Verletzungen.
  • Ausbilder und Beobachter zur Bewertung der Fallbeispiele: (Claudia Pohl, Angelika Baran-Krug, Michael Dosch, Stefan Kemmer, Holger Pfeufer, Peter Esser, Stefan Lindtner, Tobias Stindl und Artur Heilemann.

Gesamtleitung: Uwe Rennhofer