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Feuerwehr und Rettungsdienst trainieren Seite an Seite

Drei intensive Ausbildungstage, zahlreiche praktische Übungen und ein gemeinsames Ziel prägten Ende August das RescueTech-Seminar in Wertheim. Unter dem Motto „Train Hard – Rescue Smart“ fand vom 27. bis zum 29. August in Wertheim an verschiedenen Standorten ein dreitägiges RescueTech-Seminar statt, an dem Einsatzkräfte der Feuerwehr Wertheim sowie haupt- und ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeitende des DRK Kreisverbands Tauberbischofsheim teilnahmen.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stand das Verständnis für die jeweiligen Aufgaben und Arbeitsweisen der beteiligten Hilfsorganisationen. Gerade bei schweren Verkehrsunfällen ist ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst entscheidend, um verletzte Personen schnellstmöglich und sicher versorgen zu können.

Der erste Seminartag widmete sich den medizinischen Grundlagen bei Verkehrsunfällen. Dabei wurden unter anderem typische Verletzungsmuster besprochen und die Anforderungen an eine patientengerechte Rettung erläutert. Außerdem standen moderne Fahrzeugantriebe und deren Besonderheiten im Fokus. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Herausforderungen, die Elektro-, Hybrid- und alternative Antriebssysteme für die Rettungsarbeiten mit sich bringen. Ergänzt wurden die theoretischen Inhalte durch die Grundlagen der Erkundung von Unfallfahrzeugen und Unfallstellen.

Am zweiten Ausbildungstag rückten praktische technische Maßnahmen in den Vordergrund. Trainiert wurden die strukturierte Erkundung der Einsatzstelle, das sichere Heben von Lasten sowie das Abstützen und Absichern verunfallter Fahrzeuge. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Möglichkeiten, den Rettungsdienst bereits in der frühen Phase eines Einsatzes wirkungsvoll zu unterstützen. Ziel war es, die Abläufe an der Einsatzstelle besser aufeinander abzustimmen und gegenseitiges Verständnis für die Anforderungen der jeweiligen Organisation zu schaffen.

Den Höhepunkt bildete der dritte Seminartag mit praxisnahen Einsatzszenarien. Unter realistischen Bedingungen übten die Teilnehmenden die Rettung von verunfallten Personen aus Fahrzeugen in unterschiedlichen Lagen. Dazu gehörten ein PKW in Seitenlage, ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug sowie ein PKW in Normalstellung auf allen vier Rädern. Gemeinsam wurden verschiedene Rettungswege bewertet und die jeweils sichersten und schnellsten Vorgehensweisen trainiert. Dabei standen sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch eine möglichst schnelle und dennoch schonende Rettung der Patienten im Mittelpunkt.

Die Verantwortlichen zogen am Ende des Seminars eine durchweg positive Bilanz. Neben der Vermittlung von Fachwissen habe insbesondere der Blick über den eigenen Tellerrand einen großen Mehrwert geboten. Feuerwehr und Rettungsdienst konnten wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation gewinnen und ihr Zusammenwirken gezielt stärken.

Das RescueTech-Seminar hat eindrucksvoll gezeigt, dass erfolgreiche Hilfeleistung weit vor dem eigentlichen Einsatz beginnt. Regelmäßige gemeinsame Aus- und Fortbildungen schaffen Vertrauen, fördern eingespielte Abläufe und bilden die Grundlage dafür, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Ernstfall Hand in Hand arbeiten können.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die diese außergewöhnliche Veranstaltung möglich gemacht haben, sowie dem Technischen Hilfswerk Wertheim für die Bereitstellung des Übungsgeländes.

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